
Preisverleihung
Lichttempel
Gouache, 2007
Mondfarbene Tränen
O unausweichliches
unaussprechliches
Blau
meiner Zukunft
nähmst du mich
Fremdkörper
Perle in der Auster
aus meinem
Gefängnis
und schmücktest
damit die Wellen
deines Gewandes
Tauche nach mir!
Zerbrich die Schale!
Dieses Gedicht stammt aus dem Gedichtband Mondfarbene Tränen.
Diese Gedichte spiegeln religiöse Auseinandersetzungen, Naturerleben, die Nacht der Seele und höchstes Glück. Damit offenbart die Autorin nicht nur sich selbst, sondern gibt Gefühlslagen Ausdruck, die vielen Menschen gemeinsam sind. Teilweise geht es um den Ausdruck von extremen Höhen und Tiefen, die Suchenden, die auf der gleichen Wellenlänge sind, Bestätigung und Hilfe geben können. Das Buch ist ansprechend aufgemacht und enthält Aquarelle der Autorin, die nicht nur illustrieren sollen, sondern eine eigene Aussage enthalten.
Erschienen: März 1995
ISBN:3-929409-41-0
zu beziehen bei der Autorin oder über www.amazon.de
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Biographie
Zum Beispiel Schmidt
Schreiben und Malen
Meine Bilder sind gekennzeichnet durch einen Hell-Dunkel-Kontrast oder die Suche nach Licht. Einen Durchbruch bei dieser Suche zeigt das Bild “Lichttempel”, bei dem alles, was im Tempel ist, in Licht getaucht wird. Eine ähnliche Symbolik ist auch in einigen meiner Gedichte zu finden, wie z.B. “Meine Finger”.
Malen und Schreiben bilden die beiden Flügel meiner Kreativität und meines Selbstausdrucks, sie ergänzen sich hervorragend. Wenn ich z.B. eine Schreibblockade habe, dann male ich – oder umgekehrt. Manchmal geht auch beides Hand in Hand. Das Malen gibt mir Ideen zum Schreiben und umgekehrt. Musik ist auch sehr wichtig, sie gibt mir Impulse zum Schreiben und Malen. So verbindet sich bei mir Kunst, Musik und Dichtung.
Wagnis
Ungeborgener
ungeschützter
Fuß
auf die Gleise
des rollenden
Todes
auf die Schienen
des rücksichtslos
vorbeirauschenden
Schreckens
gewagt

